Balkan Express 2019 – Tag 8

Der heutige Tag stand für Schmidtchen Schleicher von Beginn an unter keinem guten Stern.

Seitdem er aufgewacht war, kämfte unser Peter mit heftigen Magenschmerzen, die sich mit der Zeit zu richrigen Koliken entwickelten.

Als wir am Straßenrand parkten und ausstiegen, um die Lage zu checken, kam sofort ein Einheimischer auf uns zu um zu fragen, ob alles in Ordnung sei. Als er den Peter wie ein häufchen Elend da stehen sah, brachte er sofort einen Stuhl sowie ein Glas Wasser. Zudem fackelte er nicht lange, holte seinen Fiesta, lud Peter in das Auto ein und fuhr mit ihm zum nahegelegenen Doc. Dort stellte man fest, dass ihm wohl die Essensumstellung von täglicher Pizza auf eine echte albanische Mahlzeit am Vorabend nicht bekam 🙈 und eine nette Arzthelferin verpasste ihm sogleich zwei Spritzen in den Po. Obendrauf gab’s noch vier Packungen verschiedenster Medikamente, damit es dem Peter auch wirklich wieder gut geht.

Zurück vom Doc wurden wir von dem freundlichen Helfer alle zu einem Teller Suppe, gekühlten Getränken und einer Tasse Kaffee eingeladen…und wir durften nicht gehen, ehe Peter nicht seinen Teller leergegessen hatte – Anweisung vom Arzt 🧐.

Als wir schließlich unsere Rechnung für Arztbesuch Medikamente sowie Verpflegung zu begleichen versuchten, wollte keiner auch nur einen Cent für seine Hilfe annehmen. Wir waren begeistert von der Hilfsbereitschaft der Albaner 👍🏻!!!

Nachdem es dem Peter wieder gut ging, führte unser Weg dann weiter an die Adriaküste Albaniens. Wir legten dort eine kurze Badepause ein und machten uns dann auf den Weg zum Kap Rhodon, denn von dort aus sollte man einen wunderbaren Ausblick auf die Küste haben. Jedoch, das Pech blieb Schmidtchen Schleicher hold, begann kurz vor dem Ziel sein Bus zu streiken. Es sah aus, als wäre die Kupplung defekt.

Wir setzen schon alle Hebel in Bewegung, um an die entsprechenden Ersatzteile zu gelangen, so dass Peter eine Reparaturnachtschicht einlegen konnte. Wenig später fanden wir jedoch glücklicherweise heraus, dass nur das hydraulische Kupplungssystem, welches mit der Bremse zusammenhängt, entlüftet werden musste. Als der Bulli endlich wieder rollte ging es dann auf direktem Weg zurück in die nächste Stadt um dort in einer Werkstatt noch etwas Bremsflüssigkeit nachzufüllen. Während die Werkstatt sich um den Bus kümmerte, wurden wir wieder von einem Einheimischen zu Kaffee und Bier eingeladen… und, es wollte auch diesmal keiner Geld für seine Hilfe annehmen.

Am Ende dieses aufregenden Tages in Albanien fuhren wir dann noch in Stück in Richtung Montenegro und schlugen auf einem direkt am Meer gelegenen Campingplatz unser Nachtquartier auf.