Balkan Express 2019 – Tag 3

Irgend ein Technikfreak auf dem Campingplatz hatte offensichtlich den Wecker seines Handys mit der Alarmanalge seines Autos gekoppelt, so dass wir um 6.30 Uhr morgens auf einmal hellwach in unseren Betten standen. Was soll’s, so hatten wir wenigstens ausgiebig Zeit für den Tag – so dachten wir…

Nachdem wir uns durch das Stadtgebiet von Budapest gekämpft hatten, führte uns der Weg für ein paar Stunden durch die zugegeben sehr monotonen Weiten der ungarischen Puszta. An der rumänischen Grenze angekommen, klappte der Übertritt reibungslos und es ging auf überwiegend holprigen Straßen weiter für uns in Richtung Apuseni Nationalpark. Dieser ist bekannt als rumänisches Höhlenparadies und so wollten wir die beiden Höhlen Pestera Ursilor sowie die Höhle in Scarisoara besichtigen. Von unseren hungrigen Mägen gequält, gönnten wir uns unterwegs nur eine klitzekleine Essenspause. Es stellte sich jedoch heraus, dass wir auf die Pause hätten verzichten sollen. Als wir nämlich gegen 17.30 Uhr endlich an der ersten Höhle eintrafen, ware diese bereits geschlossen. Die zweite Höhle, rund 60km weiter, schloss um 18 Uhr seine Pforten – leider in einer halben Stunde ebenfalls unerreichbar. Schade, aber wir hatten ja noch die Roadmission des Tages vor uns. Den Cucurbata Mare, größter Berg in den Westkarpaten Rumäniens. Ein fabelhafter Ausblick sollte uns auf dessen Gipfel darbieten.

Also machten wir uns wieder auf den Weg, um an diesem Tag wenigstens noch den Gipfel des Berges zu erklimmen. Die Straße hinauf war von Beginn an eine holprige Schotterpiste durch ein hübsches Wäldchen hindurch. Allmählich wurde der Weg aber immer schmäler, steiler und von großen Steinen sowie tiefen Rinnen durchzogen, so dass wir schließlich nur noch im Schneckentempo vorankamen. Und dann war Schluss… nach über einer Stunde saßen wir schweißgebadet in unseren Bussen und es gab kein Vorwärtskommen mehr. Wir mussten kapitulieren, kehrt machen und uns den gesamten Weg wieder zurück nach unten quälen. Somit blieb uns der tolle Ausblick verwährt und wir hatten auch noch das letzte Highlight des Tages verpasst 😫😭. Einzig positiv, die Busse haben unser kleines Offroadabenteuer im Gegensatz zu den Fahrzeugen einiger anderer Rallye-Teams unbeschadet überstanden. Glück gehabt 🍀😅!

Was soll’s, dachten wir uns, und machten uns auf die Suche nach einem lauschigen Plätzchen für unser Nachtquartier. Es wurde immer dunkler, die Straßen immer schlechter und die Parkmöglichkeiten immer weniger. Die kleinen, für unsere Verhältnisse verarmten Ortschaften mit vielen streunenden Hunden luden insbesondere unser Begleitteam Schmidtchen Schleicher nicht zu einer Übernachtung ein, ebensowenig wie die seltenen Parkbuchten abseits der Straßen. Schließlich duckerten wir weiter durch die Nacht, bis wir im Hof einer Tankstelle doch noch ein geeignetes Plätzchen fanden.

Fazit des Tages: gesehen haben wir nicht viel, aber vieles erlebt 😁!

Balkan Express 2019 – Tag 2

Nach einem kleinen Camperfrühstück ging es gleich los in Richtung Slowakei. Dort durchquerten wir den Nationalpark niedere Tatra und wechselten in Vlkolinec, bekannt für seinen hölzernen Glockenturm, für ein paar Kilometer unseren Beifahrer mit dem eines anderen Rallye Teams – es ist doch immer wieder Erlebnis …🤪


Von einem heftigen Gewitter sowie nicht enden wollendem Starkregen begleitet, rollten wir ein paar Stündchen weiter ostwärts und überquerten schließlich die ungarische Grenze. Am Abend erreichten wir die ungarische Landeshauptstadt Budapest, gerade noch rechtzeitig, um die Stadt vom Gellertberg aus im Lichte der untergehenden Sonne zu bewundern 😍.


Im Zenteum der Stadt, dort wo das Leben pulsiert, gab es natürlich noch lecker Essen für unsere ausgehungerten Mägen und einen kleknen Absacker, bevor wir unser Nachtlager in einem Campingplatz am Stadtrand aufschlugen.

Balkan Express 2019 – Tag 1

Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune starteten wir heute in den Balkan Express. Gegen 12 Uhr überquerten wir die Startlinie auf dem Dresdener Altmarkt und machten uns auf in Richtung Tschechien.

Entlang der Elbe führte uns der Weg durch die Sächsische Schweiz mit seinem Elbsandsteingebirge über die Grenze nach Tschechien hinein in die Böhmische Schweiz. Dort erwartete uns das Bohemian Paradise mit dem Kost Castle, einer gut erhaltenen, gothischen Burg, dem Tosky Castle, einer alten Burgruine, sowie dem Highlight des Tages, den Prachov Rocks. Nach einem etwa 1/2-stündigen Aufstieg zu Fuß erreichen wir die Gipfel der Rocks und wurden mit einem herrlichen Blick über die Böhmische Landschaft belohnt. Der Abstieg von den Bergen gestaltete sich etwas kniffelig durch enge Felsspalten hindurch, letzendlich sind wir jedoch gesund und munter wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Zugegeben, mit Crocs (passend zum Kaba-Style), Flip Flops und Birkenstock waren wir nicht gerade mit geeignetem Schuhwerk am Start 🤪

Anschließend stand noch eine Überlandfahrt durch Mähren auf dem Programm bis wir gegen 24 Uhr in Pierov unser Nachlager aufschlugen. Wie sich herausstellte direkt neben einer Bahnlinie, auf der justament, als wir uns in unser wohlverdientes Bett legen wollten, ein Güterzug nach dem anderen vorbeirauschte. Egal, das war’s für heute… und kein Meter weiter.

Balkan Express 2019 – Anreise

Abfahrt Felleiter Schmidt

Trotz eines Wasserschadens unseres Werkstattbegleitteams „Schmidtchen Schleicher“ konnte die geplante Abfahrt nahezu pünktlich um 14 Uhr erfolgen. Der Trip nach Dresden hat schon mal reibungslos geklappt.

Nachdem die Vans direkt in einem Wohngebiet geparkt waren, gab’s lecker Burger und wir haben per E-Scooter Dresdens Staßen unsicher gemacht. Toll diese Dinger. Leider sind sie auf 19 km/h begrenzt, was jedoch dem Spaß keinen Abbruch tat.

Mit den Rollern ging es dann zur Pre-Party in Cathy’s Garage, wo wir die meisten anderen Teilnehmer des Balkan Express 2019 zu Gesicht bekamen. Nach ein paar Getränken ging es dann gegen Mitternacht zurück zu den Bussen ins Schlafgemach.

Neues Jahr, neues Abenteuer – Es lockt der Balkan

Nach der Knights of the Island 2017 und dem Baltic Sea Circle 2018 stürzen wir uns 2019 ins nächste Abenteuer, den Balkan Express.
Das Wort „Abenteuer“ bedeutet für uns weg von den touristischen Trampelpfaden auf unbekannten Wegen das Ungewohnte suchen und dabei Einzigartiges erleben. Wir wollen hinter die Fassade eines Landes blicken, die Landschaft erkunden und seine Menschen kennen lernen.
Wir sind gespannt, welche Eindrücke und Erfahrungen der Balkan für uns bereit hält….

BSC 2018 – Tag 16

Endspurt! Nach einem entspannten Vormittag im Swinemünde rollten wir los in Richtung Hamburg, wo wir kurz vor 18 Uhr, just in time, die Zielline überquerten. Gemeinsam mit ein paar anderen Teams ließen wir am Hamburger Fischmarkt bei einem kleinen Lagerfeuer die vergangenen 16 Tage revue passieren und den Abend gemütlich ausklingen.

Morgen steht dann die letzte Challenge bevor, knapp 700 km gen Süden, zurück in die Heimat 😊

BSC 2018 – Tag 15

Am vorletzten Tag unserer Reise fuhren wir an Danzig vorbei bis nach Kolberg, an der polnischen Ostseeküste gelegen. Nach einer Tasse Kaffee und einem Bummel an der Strandpromenade setzten wir unseren Weg in Richtung Heimat fort. In Swinemünde legten wir dann einen letzten Stop in Polen ein und verbrachten dort den Abend.

BSC 2018 – Tag 14

An der polnischen Grenze angekommen entschieden wir uns für einen Besuch der Stadt Marienburg sowie deren gleichnamiger Burg. Der Weg dorthin führte uns durch die Landschaft der Masuren, stellte sich jedoch aufgrund zahlreicher Baustellen bei oftmals sehr kleinen unwegsamen Straßen als äußerst nervenaufreibend und langwierig heraus. Endlich das Tagesziel erreicht, parkten wir den Bus an dem Fluss Nogat, von wo aus wir einen tollen Ausblick auf die Burg im Licht der untergehenden Sonne hatten.

BSC 2018 – Tag 13

Auf der 13. Etappe unserer Reise haben wir drei Länder durchquert. Nach einem kurzen Abstecher nach Tallin, der Landeshauptstadt Estland’s, besuchten wir nahe der Stadt Rummu ein ehemaliges Sowjetgefängnis, welches vom Grundwasser geflutet wurde und heute ein wunderschöner Tauch- und Badespot ist. Anschließend ging es entlang der Küste Lettland’s durch Riga hindurch weiter in Richtung Süden bis nach Litauen. Etwas nördlich der Stadt Siauliai legten wir an dem von Pilgern beliebten Berg der Kreuze einen Stop ein und besichtigten den mit mehr als 2.000 Kreuzen bestückten, etwas mystisch anscheinenden Hügel. Danach duckerten wir bis in die Nacht hinein weiter in Richtung Polen.

BSC 2018 – Tag 12

Wir haben heute festgestellt, dass es schon schon schwierig ist nach Russland einzureisen, aber noch schwieriger, wieder aus Russland auszureisen. Nach schlappen 4 Stunden, in denen wir unzählige Male unsere Pässe vorzeigen und den Bus observieren lassen mussten, hatten wir’s dann endlich geschafft. Wir waren in Estland angekommen. Von der Grenze aus ging’s dann nach Raudsilla, im Lahemaa Natinalpark gelegen. Hier haben wir ein weiteres Mal, gemeinsam mit all den anderen Teams, an einem großen Lagerfeuer zwischen Tippis und Saunen den Abend ausklingen lassen.