Balkan Express 2019 – Tag 14

Um 7 Uhr war die Nacht vorbei, als ein Mitarbeiter der Burg Bled an unsrem Fenster klopfte und uns 5 Minuten gab, um den Parkplatz zu verlassen. Wie sich später herausstellte, gar nicht so schlecht. Denn bei traumhaftschönem Wetter fuhren wir nur ein paar Kilometer weiter an den Bleder See. Dort konnten wir am Campingplatz gegen einen kleinen Obulus erst einmal ordentlich duschen und anschließend bei lecker Kaffee und Croidannt den Blick über den See und auf die Burg genießen.
Schließlich brachen wir auf in Richtung Ziel in Salburg. Nach nur wenigen Minuten auf der Straße war Team Schmidtchen Schleicher nicht mehr im Rüchspiegel zu sehen und kurz darauf kam auch schon der Anruf, dass der Bulli gerade noch in eine Tankstelle gerollt sei – schon wieder das Kupplunsproblem 🙈. Also drehten wir um, kehrten zurück zur Tankstelle und versuchten Reparaturhilfe zu leisten. Doch es schien nichts zu helfen. Schmidtchen Schleicher musste den ADAC rufen und wurde in die nächste Werkstatt abgeschleppt. Und siehe da, vom Abschlepper runter, und der Bus lief wieder. Fragte sich nur wie lange?! Daher entschied sich Schmidtchen Schleicher dafür direkt und ohne Umwege das Ziel in Salzburg anzusteuern und danach auch gleich die Heimreise anzutreten.

Wir, Team Kaba hingegen, nahmen noch einen kleinen Umweg über die Nockalmstraße und jagten unseren Bulli noch ein letztes Mal über kurvige Bergstraßen bis auf 2.042 m hinauf und auch wieder hinab. Danach ging’s auch für uns nach Salzburg ins Casino Schloss Kleßheim um mit den anderen Teams das erfolgreiche Finish des Balkan Express 2019 zu feiern.

Balkan Express 2019 – Tag 13

Beschissen war die Nacht…

Bei gefühlten 40 Grad sowie min. 100 Stechmücken im Bulli, denen nicht einmal mehr unser Rörich Herr wurde, sowie Gewitter und Regen außerhalb, war an schlafen nicht zu denken. Vielmehr wälzten wir uns im Bett umher und kratzten Arme und Beine, bis es endlich Morgen wurde.

Schnell packten wir unsere sieben Sachen zusammen und suchten das Weite. Vom Campinplatz in Bibinje aus fuhren wir bei Regen und starken Sturmböen, gegen die unser Bulli gerade noch so ankommen konnte, zum Nationalpark Plotwitcer Seen. Dort angekommen hörte der Regen justament auf ind wir wanderten etwa 3 Stunden durch die beeindruckende Seenlandschaft. Im Anschluss ging es dann weiter nach Slowenien, vorbei an der Höhlenburg Predjama, bis nach Bled nahe der Grenze zu Österreich.

Balkan Express 2019 – Tag 12

An Tag 12 unserer Reise stand relaxen auf dem Programm. Daher führte unsere Route heute nur von Podgora vorbei an Split und Siebenik bis Zadar. Auf einem, im Vergleich zum gestrigen Campingplatz, unterirdisch schlechten Autocamp nahe Zadar stellten wir die Bullis ab. Nach einem kurzen Bad in der 26 Grad warmen Adria gab es Cevapcici vom Grill und anschließend ließen wir uns per holländischem Privattaxi ins Zentrum von Zadar chauffieren. Dort verbrachten wir den Abend bei kroatischem akapella Gesang und bester Stimmung in einem gut besuchten Straßencafe.

Balkan Express 2019 – Tag 11

Schon in der Nacht wurden diesmal die Damen von Team Kaba und Team Schmidtchen Schleicher von Bauchschmerzen und Übelkeit geplagt. Für mich, Kaba-Katja, ging es Gott sei Dank nach dem Aufwachen aufwärts, für Danni von Schmidtchen Schleicher hingegen ging es mit dem Wohlbefinden abwärts. Und als ob das noch nicht genug wäre, fing auch der Bulli von Schmidtchen Schleicher wieder an zu streiken. Da aber das Problem nun bekannt war, konnten wir mit einer Entlüftung des Kupplungs- und Bremssystems schnell Abhilfe schaffen. Schon waren wir wieder startklar 😅.

Das versprochene Frühstück unseres Hausherren, der „so sorry for the water“ war, lehnten wir dankend ab und machten uns auf den Weg zur Bobbahn der Olympischen Winterspiele, die 1984 in Sarajevo stattfanden. Mit zahlreichen Grafittis besprüht, bot die Betonkonstruktion, umgeben von Bäumen, einen tollen Anblick. Vom Start der Bobbahn aus konnte man ganz Sarajevo überblicken.

Anschließend sahen wir uns noch die etwa 30km entfernt gelegene Skisprungschanze an und fuhren dann, entlang eines herrlich klaren Flusses, weiter bis Mostar. Eine tolle Stadt, deren Brücke, die bereits aus dem 16. Jahrhundert stammt, den muslimisch geprägten Teil mit dem christlich geprägten Teil der Stadt verbindet.

Die letzte Etappe des heutigen Tages führte uns schließlich über die kroatische Grenze entlang der Adriaküste bis nach Podgora. Wir schlugen unser Lager auf einem Campingplatz auf und genossen erst einmal eine ausgiebige, warme Dusche mit ordentlichem Wasserdruck. Ole!

Balkan Express 2019 – Tag 10

Dank einem Fläschchen Reset Me vor dem Schlafengehen war auch unser Bassi trotz einer feuchtfröhlichen Partynacht wieder fit am Morgen. Mit etwas Verspätung ging es los in nordwestliche Richtung zum traumhaft schönen Bay of Kotor. Beim hinabfahren der Serpentinen konnten wir das Bay mit seinen Inselchen zuerst aus der Vogelperspektive bewundern und später unten entlang der Küstenstraße. Ein schnuckeliges Restaurant lud uns zum Mittagessen ein und anschließend konnten wir nicht wiederstehen schnell noch einmal in das kristallklare Wasser zu springen, bevor es für uns weiter über die nächste Landesgrenze nach Bosnien ging.
Dort führte unsere Route durch die Dinarischen Alpen hindurch bis zu einem Campingplatz kurz vor Sarajevo. Der sehr freundliche Hausherr servierte uns zuerst die Spezialität des Hauses, Lammbraten mit Salat, und kurz darauf die für balkanverhältnisse gesalzene Rechnung.

Na ja, für eine erfrischende Dusche waren wir ja bereit so einiges auf den Tisch zu legen. Also packte ich schnell Handtuch und Duschzeug, riss mir die muffigen Kleider vom Laib, stellte mich unter die Brause, drehte den Hahn auf und… nichts. Nicht ein einziges Tröpfchen Wasser. Beim Hausherren nachgefragt, stellte sich dann heraus, dass er das Problem kannte, aber eben vergaß dieses klitzekleine Detail beim Check-In zu erwähnen. Da wir ja aber bereits bezahlt hatten, versprach er uns ein kostenloses Frühstück am nächsten Morgen. Gute Nacht!

Balkan Express 2019 – Tag 9

Von der Sonne geweckt, starteten wir heute mit einem gemütlichen Frühstück in den Tag. Gegen 10 Uhr verließen wir den Campingplatz und machten uns auf den Weg in Richtung Montenegro. Nachdem wir die Landesgrenze überquert hatten, legten wir Nahe der Küstenstadt Bar eine kleine Snack- und Badepause ein, bevor wir einmal mehr entlang einer kurvenreichen Bergstraße zu unserem heutigen Tagesziel, der Black Mountains & Blue River Party am westlichen Ende des Skadar Sees, rollten. Dort parkten wir schnell den Bus, stiegen auf unsere Dachterrasse und genossen den Blick über die mit bunten Autos und Zelten bedeckte Party-Area. Nach einem leckeren Barbecue ging der Tag bei lauter Musik und mit gutem Wein zu Ende.

Balkan Express 2019 – Tag 8

Der heutige Tag stand für Schmidtchen Schleicher von Beginn an unter keinem guten Stern.

Seitdem er aufgewacht war, kämfte unser Peter mit heftigen Magenschmerzen, die sich mit der Zeit zu richrigen Koliken entwickelten.

Als wir am Straßenrand parkten und ausstiegen, um die Lage zu checken, kam sofort ein Einheimischer auf uns zu um zu fragen, ob alles in Ordnung sei. Als er den Peter wie ein häufchen Elend da stehen sah, brachte er sofort einen Stuhl sowie ein Glas Wasser. Zudem fackelte er nicht lange, holte seinen Fiesta, lud Peter in das Auto ein und fuhr mit ihm zum nahegelegenen Doc. Dort stellte man fest, dass ihm wohl die Essensumstellung von täglicher Pizza auf eine echte albanische Mahlzeit am Vorabend nicht bekam 🙈 und eine nette Arzthelferin verpasste ihm sogleich zwei Spritzen in den Po. Obendrauf gab’s noch vier Packungen verschiedenster Medikamente, damit es dem Peter auch wirklich wieder gut geht.

Zurück vom Doc wurden wir von dem freundlichen Helfer alle zu einem Teller Suppe, gekühlten Getränken und einer Tasse Kaffee eingeladen…und wir durften nicht gehen, ehe Peter nicht seinen Teller leergegessen hatte – Anweisung vom Arzt 🧐.

Als wir schließlich unsere Rechnung für Arztbesuch Medikamente sowie Verpflegung zu begleichen versuchten, wollte keiner auch nur einen Cent für seine Hilfe annehmen. Wir waren begeistert von der Hilfsbereitschaft der Albaner 👍🏻!!!

Nachdem es dem Peter wieder gut ging, führte unser Weg dann weiter an die Adriaküste Albaniens. Wir legten dort eine kurze Badepause ein und machten uns dann auf den Weg zum Kap Rhodon, denn von dort aus sollte man einen wunderbaren Ausblick auf die Küste haben. Jedoch, das Pech blieb Schmidtchen Schleicher hold, begann kurz vor dem Ziel sein Bus zu streiken. Es sah aus, als wäre die Kupplung defekt.

Wir setzen schon alle Hebel in Bewegung, um an die entsprechenden Ersatzteile zu gelangen, so dass Peter eine Reparaturnachtschicht einlegen konnte. Wenig später fanden wir jedoch glücklicherweise heraus, dass nur das hydraulische Kupplungssystem, welches mit der Bremse zusammenhängt, entlüftet werden musste. Als der Bulli endlich wieder rollte ging es dann auf direktem Weg zurück in die nächste Stadt um dort in einer Werkstatt noch etwas Bremsflüssigkeit nachzufüllen. Während die Werkstatt sich um den Bus kümmerte, wurden wir wieder von einem Einheimischen zu Kaffee und Bier eingeladen… und, es wollte auch diesmal keiner Geld für seine Hilfe annehmen.

Am Ende dieses aufregenden Tages in Albanien fuhren wir dann noch in Stück in Richtung Montenegro und schlugen auf einem direkt am Meer gelegenen Campingplatz unser Nachtquartier auf.

Balkan Express 2019 – Tag 7

Gleich zu Beginn des Tages setzten wir heute einen Highway Joker um auf schnellstem Wege von Skopje an den an der albanischen Grenze gelegenen Ohrid See zu gelangen. Der Joker bescherte uns eine Zeiterspaarnis von etwa zwei Stunden und ermöglichte uns vier entspannte Stunden am Strand der Versus Beach Bar.

Nach unserer Auszeit am See passierten wir nach nur wenigen Kilometern die Grenze nach Albanien und fuhren, faszinert von der Landschaft, weiter bis zur Landeshauptstadt Tirana. Irgendeiner von uns, um genau zu sein der Bassi, hatte die dumme Idee mit dem Bulli ins Zentrum der Stadt zu fahren. Richtig dumm, wie sich herausstellte. Nachdem wir fast eine ganze Stunde bei völlig chaotischen Verkehrsbedingenen erfolglos nach einem Parkplatz Ausschau hielten, gaben wir diesen genialen Plan schließlich auf, und suchten uns dann doch einen Parkplatz ein paar Kilometer vom Zentrum enrfernt. Zu Fuß marschierten wir dann die paar Kiloteter zurück ins Stadtinnere, suchten dort eine weitere Stunde, nach etwas leckerem zu essen (nicht, dass es nichts gegeben hätte, aber es war eben schwierig) und ließen dort den Abend gemütlich ausklingen.

An dieser Stelle muss aus gegebenem Anlass auch noch erwähnt werden, dass unser Peter aus dem Begleitteam Schmidtchen Schleicher zer zum ersten Mal wagte etwas anderes als Pizza zu essen … mehr dazu morgen 🤣

Balkan Express 2019 – Tag 6

Extra früh, um 7.30 Uhr, starteten wir los in den Tag. Erstes Ziel war, unweit von Sofia, der Steinfluss Zlatnite Mostave, auch Golden Bridges genannt. Danach ging es weiter in Richtung nordmazedonischer Grenze. Auf dem Weg dorthin verteilten wir auch heute wieder zahlreiche Shirts an bedürftige Familien, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, so wie es bei uns in Deutschland unvorstellbar wäre.

Nachdem wir die Grenze nach Nordmazedonien relativ zügig passiert hatten – fast wäre uns die Einreise verwährt geblieben, da sich unsere grüne Versicherungskarte erfolgreich verteckt hatte – rollten wir zügig gen Skopje um dort das Millenium Cross auf dem Gipfel von Skopjes Hausberg Vodno zu besichtigen. Bereits nachdem wir die ersten rund 500 Höhenemeter zurückgelegt hatten, bot sich uns ein wundernbarer Ausblick über die Stadt sowie das umliegende Beegland dar. Leider schien der Weg nach oben dann auch beendet, denn die Gipfelbahn hatte bereits geschlossen und das Befahren der kleinen Straße nach oben war für Touristen eigentlich untersagt. Aber was soll man sagen, ein paar freundliche Worte sowie kleine finanzielle Anreize öffnen doch so manches Tor 😉. Also erklamm unser Bulli auch noch die nächsten 500 Höhenmeter und wir hatten das 66 Meter hohe Millenium Kreuz vor Augen, ebenso wie einen noch fantastischen Ausblick als schon zuvor.

Auf dem Weg zurück nach unten shuttelten wir dann noch eine tschechische Reisgruppe ins Stadtzentrum von Skopje und steuerten zum Tagesende einen Campingplatz in Stadtnähe an. Eine erfrischende Dusche war heute reichlich willkommen…

Balkan Express 2019 – Tag 5

Nach einer feuchtkalten Nacht in den Translivanischen Alpen und einer heißen Dusche am Morgen, starteten wir motoviert in den Tag. Wir fuhren die kurvigen Straßen des Transfagarasan Gebirgspasses wieder hinunter bis Pietesti und von dort aus weiter in Richtung der bulgarischen Grenze. Auf der nicht enden wollenden, holprigen Strecke und bei 32 Grad Hitze in einem nicht klimatisierten Bulli kämpften wir uns tapfer voran. Dabei konnten wir zahlreiche TShirts, Stifte und Spielzeugautos verteilen und damit einigen rumänischen Kindern eine Freude bereiten.

Nachem wir die Donau nach einer zweistündigen Verzögerung per Fähre überquert und endlich an der bulgarischen Grenze angekamen, wurde uns zuerst unser leckerer Schinken abgenommen und anschließend mussten wir auch noch unter polizeilicher Ausicht das Bild, dass wir vom bulgarischen Grenzschild geknipst hatten, wieder löschen. Puh, das ging ja schon mal gut los 😬!

In Bulgrien angekommen, führte unsere Route weiter bis zum Prohodna Cave. In der Abenddämmerung erkundeten wir noch, ausgestattet mit Stirnlampen, die Karsthöhle von der man sagt, die zwei Löcher in deren Decke seien die Augen Gottes. Zugegeben, schon etwas spuky, so einen Höhle bei Nacht 🦇.

Zum guten Schluss fanden wir nur wenige Kilometer von der Höhle entfernt noch ein schönes Restaurant, wo wir Tag fünf unserer Reise durch den Balkan bei gutem Essen und einem Glas bulgarischen Wein ausklingen ließen.